„Eisenbahnhistorische Sammlung Waldemar Rödling“

 

so wird es genannt werden, das im Entstehen begriffene kleine Eisenbahnmuseums des Heimat- und Geschichtsvereins Beilstein.

 

Waldemar Rödling, Beilsteiner Bürger, war im Beruf bei der Deutschen Bundesbahn in der Strecken- und Gleisunterhaltung tätig. Noch vor dem zweiten Weltkrieg begann er seine Lehre bei der damaligen Reichsbahn. Seine Dienstzeit beendete er im Jahre 1982 bei der Bahnmeisterei Weilburg.

 

Zeit seines Lebens hatte es ihm die Eisenbahn angetan und hier besonders die Ulmtalbahn. Die 15 km lange Strecke von  Stockhausen an der Lahntalbahn nach seinem Heimatort Beilstein. Er sammelte Erinnerungsstücke aus seinem Arbeitsleben und Bilder sowie Exponate der Ulmtalbahn. Oft hat er interessierten Besuchern sein kleines Museum gezeigt.

 

Diese Sammlung ist nach dem Tode von Waldemar Rödling im Jahre 2012 in den Besitz des Heimat- und Geschichtsvereins Beilstein übergegangen.

Zum neunzigsten Male jährt sich im Jahr 2014 die Fertigstellung der Gesamtstrecke von Stockhausen nach Beilstein. Wir wollen mit diesem entstehenden Museum die Erinnerung an die Ulmtalbahn wach halten, zeugt sie doch von einer wirtschaftlichen Bedeutung des Ulmtals.

 

Die Ulmtalbahn, sie wurde meist nur „Balkan“ genannt, so hörte ich oft in meiner Kindheit die Älteren reden. Sie war ein wichtiger Partner in der Abfuhr der Bodenschätze: Ton, Basalt und Holz sowie ganz am Anfang noch Eisenerz aus dem unteren Ulmtal. Verladeanlagen gab es in den Bahnhöfen Allendorf, Holzhausen und Beilstein, auch an der Strecke gab es Abzweige zu den Verladestellen. Dazu aber später mehr.

In den letzten „Zügen“, im wahrsten Sinne des Wortes, der Güterverkehr der Ulmtalbahn vor der Einstellung des Gesamtverkehrs.                                      

ArminHemann                                                                                              Archivar Eisenbahnmuseum

 

 

 

Bhf. Beilstein 1986,                      

Foto: Armin Hemann

Eisenbahnmuseum HGV Beilstein