Greifensteiner Projekte:

„Lichtewies“ in Haiern lädt zur Rast ein

 

 

Heimatfreunde-Haiern weihen neuen Rastplatz mit renovierter Schutzhütte „Lichtewies“ ein.

 

Schon seit der 700 Jahrfeier im Jahr 2013 sorgen engagierte Rentner und freiwillige Helfer aus Haiern* dafür , dass die Gemeinde Greifenstein ein Stück weit lebenswerter und liebenswerter wird.
(*Haiern war einstmals ein eigenständiger Ort, der mit Beilstein zusammenwuchs und in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts „eingemeindet“ wurde)

 

Im Rahmen der sog. „Rentnerinitiative-Heimatfreunde-Haiern“ kümmern sich die engagierten Damen und Herren um die Gestaltung und Errichtung von Wander- Rastplätzen und Ruhebänken in und um Haiern, sowie Ausstattung und Aussehen der hiesigen Friedhofshalle. Auch Pflege und Instandhaltung der sanierten Objekte obliegt dem rührigen Team. Sie sorgen auch dafür, das die frei zugänglichen Ruheoasen gepflegt und genutzt werden können. Jeder der bei den Aktionen mitmacht und sein persönliches know-how einbringt ist wichtig und höchst willkommen.

Und so freute sich die Heimatfreunde auch immer wieder über „Neuzugänge“ bei dem fast 10 Mann und Frau umfassenden Team. Die fleißigen Rentner wirken ehrenamtlich und meist unbeachtet von der Öffentlichkeit, aber immer zum Wohle von Bevölkerung und Gästen. Motivation ist für sie unter anderem auch die Solidarität der Dorfgemeinschaft, die gerade in ländlichen Strukturen noch ihren Platz findet. Die Plätze wurden nicht nur dafür geschaffen, damit Menschen über sie hinweg eilen, sondern sie sollen Aufenthaltsqualität bieten und – im besten Falle – gut gestaltete Wohlfühloasen im hektischen Getriebe des Alltags sein.
 

Nachdem bereits 2013 wurde der neu gestaltete „Haaner- Platz“ in der Ortsmitte des ehemals selbstständigen Ortsteils Haiern eingeweiht wurde, standen im Folgejahr 2014 die Quelle „Meusersborn“ auf dem Programm der Heimatfreunde. In vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden wurde der Platz von Müllablagerungen und Unrat befreit und zu einer ansprechenden Rast- und Ruheoase für unsere Mitbürger und Wanderer umfunktioniert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                

 

 

 

            

 

 

Es galt einiges anzupacken … – Fotos: © H.J.Philipps

 

 

Derzeit nun, kommt das 3. Projekt der Heimatfreunde, „Lichtewies“ unterhalb des Sendemastes (Spargel) zum Abschluss. Dies war das bislang größte und umfangreichste Objekt der letzten Jahre. Galt es doch die Schutzhütte welche bisher eher ein klägliches und vor allem dunklen Dasein fristete, wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und für die Besucher attraktiv zu gestalten.

Hierzu musste der ehemals freie Blick über das Dorf wieder hergestellt werden, der im Laufe vieler Jahre von Gestrüpp und Wildwuchs zugewachsen und somit verloren schien. Nur durch großflächige Rodung von Gesträuch und diversen Baumbestand war es zu bewerkstelligen, die unvergleichlich schöne Aussicht wieder herzustellen. Diese Aktion fand im Februar 2015 ihren Anfang, und wurde unter Mithilfe des HGV- Beilstein, NABU-Beilstein, Ffw-Beilstein so wie den Heimatfreunden durchgeführt.

 

Doch ein ganz besonderer Dank gilt dem Ortsbeirat und dessen Vorsitzenden Harald Heuser, der die gemeindlichen Gremien für dieses Projekt begeistern konnte diesen Plan zu fördern und durch den Bauhof der Gemeinde zu unterstützen. Bei den anschließenden Planierarbeiten haben uns die fleißigen Helfer des Bauhofs wieder einmal manch sprichwörtlichen „schweren Stein“ aus dem Weg geräumt. Nachdem die Schutzhütte restauriert, gestrichen und das Dach neu eingedeckt ist wird sie mittlerweile von Wanderern und Radfahrern gerne wieder als Rast und Ruheplatz angenommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umgestaltung mit einigen Herausforderungen an die Aktiven – Fotos: © H.j. Philipps

 

Im zweiten Bauabschnitt ca. 50 Meter unterhalb der Schutzhütte, wurde das 1921 gebaute Wasserreservoir von Dornen und dem Schutt der Jahre befreit, der Wasserauslauf verbreitert und mit heimischem Basalt zu einem kleinen Teich mit kristallklarem Quellwasser umfunktioniert. Auf der kleinen Erhebung am nun nicht mehr genutzten Wasserbassin entstand so eine natürliche Plattform, welche planiert, befestigt und mit einer Ruhebank und Tisch versehen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es wurde viel „Hand angelegt“ – Fotos: © H.J. Philipps

 

Jeder der dort einmal Rast gemacht und die Aussicht auf das immer währende Grün der Wiesen und des Waldes, die idyllisch gelegene Burg und das angrenzende Ulmtal auf sich wirken lässt, wird spätestens jetzt verstehen was Natur und Heimatverbundenheit bedeutet. Dieser phantastische Ausblick, Natur pur, bringen die im Alltag geschundenen Sinne wieder in Einklang mit der Natur.
Da der zukünftige Ulmtal-Radweg unmittelbar an diesem idyllischen Plätzchen vorbeiführt, dürfte dieser Hort der Ruhe und Entspannung sicherlich zu einem „High- Light“ des Tages für manchen Radfahrer und Wanderer werden.
Auch die strapazierten Füße können sich bei einer Rast an der „Lichte Wies“ prächtig erholen. Dafür sorgt ein 10 Meter langes und 40 cm tiefes aus heimischen Basaltpflaster gestaltetes Tretbecken, welches mit kühlem Quellwasser gespeist, so manch geschundenen Fuß wieder fit für den weiteren Weg machen wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tolle Rast mit herrlichem Blick – Ein Highlight am Ulmtal-Radweg – Fotos: © H.J. Philipps

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                      Fotos: © H.j. Philipps

 

 

Doch leider trifft das Auge an vielen Orten immer wieder auf lieblos arrangierte Stätten und heruntergekommene Funktionsflächen. Von ihrer einstigen Bestimmung, ein Ort der Ruhe und Kommunikation für Menschen zu sein, sind aufgrund ihrer nüchternen, funktionalen Infrastruktur weit entfernt. Noch viele Begegnungsstätten in unserer Gemeinde haben mehr Aufmerksamkeit verdient – damit aus vergessenen, verwilderten und heruntergekommenen Orten wieder Stätten der Erholung, Entspannung und der Begegnung werden.
 

Diese Strukturen gilt es zu durchbrechen, und genau dies ist die Motivation welche nicht nur die Heimatfreunde Haiern, sondern auch viele andere ehrenamtliche Aktive in Greifenstein anspornt und umtreibt.

 

In diesem Sinne, viel Spaß und Freude an den neu gestalteten Einrichtungen und eine schöne Zeit in unserer Gemeinde.

 

 

Ein Beitrag von Hans-Jürgen Philipps